Zurück zu den Wurzeln

Mathias Montcho gehörte zu der etwas privilegierteren
Klasse seines Heimatlandes Benin, als er im Sommer 1974
geboren wurde. Sein Vater war im Staatsdienst tätig.
So verliefen seine ersten Jahre behütet.
Doch das änderte sich mit aufkommenden politischen
Turbulenzen. Zum Schutz der Familie zogen die sechs
Geschwister zur Mutter (der Vater kam erst 7 Jahre später
nach) in deren Heimat Togo, was dadurch auch für Mathias
zur zweiten Heimat wurde.
Und auch in Togo verliefen die ersten Jahre zunächst
ruhig und behütet. Doch dann kamen auch hier politische
Unruhen auf. Um der Gefahr und Perspektivlosigkeit zu
entfliehen, entschloss sich Mathias im Alter von 16 Jahren
zu dem Wagnis Asyl und zur Reise ins ferne Europa. Wegen
der Liebe zum Fußball wollte er gerne nach Deutschland.
Träume beflügeln.
Und so landete er 1990 in Norddeutschland. Über Hamburg
und Itzehoe (Oeligsdorf) dann im Frühsommer 1991 in
Nordhackstedt/Schafflund, im nördlichsten Zipfel
Deutschlands, westlich von Flensburg.
Und mittlerweile sind es mehr als 15 Jahre, in denen er vor
allem über den Sport viele Freunde gefunden hat. Und die
Frau fürs Leben. Mit Ina ist er verheiratet und seit Juni 2006
sind beide glückliche Eltern von Nico Selom Montcho.
Damit haben Vanessa und Jeremy endlich einen
Halb-Bruder bekommen.

Mathias und Ina teilen die Liebe zu Afrika und zu seinem
Heimatland Togo. Die Geburt ihres gemeinsamen Sohnes
hat ihnen eines bewusst gemacht: sie haben Glück - aber
auch Verantwortung.
Verantwortung, die über das direkt Gegenwärtige hinausgeht.
Verantwortung für die Wurzeln der Vergangenheit
und die Früchte der Zukunft. Aus dieser Erkenntnis heraus
ist die Idee entstanden für das Projekt Schule in Kpalime.
Zu Hause, an den Wurzeln des Lebens.
In den ländlichen Gebieten Togos gibt es oft keine Schulen.
Und wenn, dann sehen sie oftmals so aus:

In Kpalime und Umgebung müssen die Kinder ungefähr
15 Kilometer laufen, um zur nächsten Schule zu gelangen -
zu Fuß. Täglich. Zumindest theoretisch.
Die Wahrheit ist, die Kinder Kpalime/koussountou
und Umgebung haben keine Schule.
Und keine Zukunft. Es ist eine ärmliche Region. Und wenn
es eine Schule gäbe, könnten sich viele nicht die Bücher
leisten oder das nötige Schulgeld bezahlen.
Staatlich gibt es keine Hilfe. Kein Programm denkt an die
Kinder von Kpalime. Spendengelder, einfach ins Land
„gepumpt“, würden versickern. Mathias und Ina Montcho
und der Verein „Schule im Herzen“ sorgen persönlich für
den zielgerichteten Einsatz der Spendengelder.
Als Bürger Togos ist das die einfachste, schnellste und
wirksamste Hilfe.

Schule ist lebenswichtig.

(Absatz aus www.juniorbotschafter.de)
Die wichtigsten Aufgaben, damit Kinder in vielen
afrikanischen Ländern eine bessere Zukunft haben, sind
Schulbesuch und Ausbildung. Die Kinder lernen in der
Schule nicht nur lesen, schreiben und rechnen. Die Schulen
sind auch Orte, in denen wichtiges Alltagswissen vermittelt
werden kann. Dazu zählen Aufklärung und Vorsorge vor
HIV und AIDS und anderen Krankheiten und vor
Drogenmissbrauch.